Anemono
By: soundfollowsfunction
tags: acoustic branding, anemono, anemono kommunikation, audio branding, corporate sound, sonic branding, sound branding
Category: Uncategorized
Ort: Hamburg / Konstanz
Gründung: 2006
Geschäftsführer: Rainer Hirt; Michael Hoppe, Markus Reiner
Schwerpunkt:
> Entwicklung von Corporate Sound & Sonic Interaction Design
> Akustische Markenführung
> Interface-Sound
Kunden:
> Avira
> Danone
> Symrise
> Volkswagen
u.a.
Web: http://anemono.com
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red-dot-Interview mit Rainer Hirt (Quelle: red-dot.de):
12/06 2008:
Interview mit red dot-Juror Rainer Hirt
Als Experte für die Kategorie „Sound Design“ ist Rainer Hirt in diesem Jahr Mitglied in der internationalen Jury des red dot award: communication design. Der Kommunikations-
designer ist Gründer der Website www.audio-branding.de, Autor der Brand-Sound-
Reihe im Kommunikationsdesign-Magazin Novum sowie Mitgründer von Anemono Kommunikation, einer auf multisensorisches Corporate/
Brand-Design spezialisierten Agentur. Im Interview mit red dot sprach Rainer Hirt über die Bedeutung von akustischer Markeninszenierung und seine Erwartungen an die diesjährige Jurierung.
Herr Hirt, Sie haben Kommunikationsdesign studiert und gründeten zusammen mit Michael Hoppe und Markus Reiner „Anemono“, um Ihre Idee einer ganzheitlichen Markenkommunikation in die Tat umzusetzen. Seit 2003 betreiben Sie zudem die Internetplattform „audio-branding.de“, eine in Fachkreisen bekannte Ressource zum Thema Markenklang. Warum ist es Ihrer Meinung nach heute so wichtig, einer Marke nicht nur ein visuelles Erscheinungsbild zu geben, sondern auch einen Klang?
Rainer Hirt: Dies hat meiner Meinung nach mehrere Gründe. Zum Einen wird man heute täglich mit mehreren tausend visuellen Werbebotschaften konfrontiert. In dieser Flut ist es für eine Marke schwierig geworden aus der Masse herauszustechen, sich zu behaupten und eine Botschaft zu kommunizieren. Da eine multisensorische Ansprache um ein Vielfaches effektiver ist als eine „monosensorische“, tritt vermehrt die akustische Markeninszenierung in den Fokus der strategischen Positionierung einer Marke.
Zum Anderen kommunizieren Unternehmen im Prinzip schon täglich akustisch, ob sie wollen oder nicht. Angefangen bei der Telefonwarteschleife bis hin zu Rückmeldeklängen in Produkten (Haushaltsgeräte etc.). Den akustischen Markenauftritt dem Zufall zu überlassen können sich die Unternehmen heute nicht mehr leisten.
Welche Designphilosophie steht hinter Ihrer Arbeit mit Anemono?
Rainer Hirt: Wir gehen davon aus, dass eine Marke mehr ist, als die reine Identität eines Unternehmens, eines Produktes oder einer Dienstleistung. Eine Marke hat die Kraft, einen Kunden zum Fan zu machen – weiter noch, sie hat das Potenzial zum Mythos, Kultobjekt und sogar Weltverbesserer zu werden. Dabei leistet Kommunikationsdesign einen wesentlichen Beitrag. Unser Schwerpunkt liegt hierbei auf der Entwicklung visueller und akustischer Kommunikationstrategien und Gestaltungselemente. Wir wollen Marken nicht nur erkennbar, sondern auch erlebbar machen.
In diesem Jahr sind Sie Mitglied der internationalen Expertenjury des red dot award: communication design und werden die in der Kategorie „Sound Design“ eingereichten Arbeiten beurteilen. Eine Sensibilisierung für diese noch junge Kategorie im red dot award: communication design war bereits im vergangenen Jahr deutlich zu erkennen. Welcher Stellenwert wir dem Sound Design denn allgemein eingeräumt und wie sehen Sie seine Zukunft?
Rainer Hirt: In den vergangenen Jahren hat das Thema Sound Design und im Besonderen „Corporate-Sound“ an Kredibilität gewonnen. Das Thema scheint in den Köpfen der Entscheider angekommen zu sein, wie man an einer steigenden Anzahl von Corporate Sound-Entwicklungen verfolgen kann. Ein stetig wachsendes Feld an Corporate Sound-Anbietern zeigt das entstandene Marktpotenzial. Weiterhin ist im internationalen Kontext eine spürbare Entwicklung im Gange. Universitäre Aktivitäten (UDK Berlin, TU Delft, etc.), diverse Fach-Publikationen (wie „Audio-Branding“; Hirt, Bronner. 2007 Reinhard Fischer Verlag) sowie eine wachsende Liste an Diplom-, Master- und Doktorarbeiten weisen darauf hin, dass das Thema auf dem besten Wege ist, sich als eigenständiges Fachgebiet zu etablieren.
Bis die akustische Dimension der Markenkommunikation jedoch auf Augenhöhe mit der visuellen steht, ist meines Erachtens nach noch eine Menge an Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit nötig. Eine Möglichkeit, welche ich persönlich nutze, ist an Hochschulen und Universitäten zukünftige Entscheider und Kommunikationsfachleute für das Thema zu sensibilisieren. Dabei stieß ich bisher immer auf offene und interessierte Ohren.
Welche Erwartungen haben Sie an die Jurierung und die eingereichten Arbeiten?
Rainer Hirt: Ich freue mich auf eine Vielzahl spannender Arbeiten sowie eine rege Diskussion und den Austausch mit meinen Jury-Kollegen. Ein Augen- bzw. „Ohrenmerk“ werde ich im Besonderen auf das konzeptionelle Grundgerüst der Arbeiten legen. Interessant sein werden in diesem Zusammenhang auch die Rahmenbedingungen, in welcher ein Corporate Sound entstanden ist, und wie kreativ mit Problem- und Aufgabenstellungen umgegangen wurde. Das audio-visuelle respektive multisensorische Zusammenspiel wird ein weiteres Bewertungskriterium sein. Daneben stehen Anforderungen wie Memorierbarkeit, Flexibilität, Funktionalität im Produkt- und/oder Branchenkontext.
Über Rainer Hirt
Trotz seiner erst 28 Jahre kann Rainer Hirt bereits auf eine eindrucksvolle Karriere zurückblicken. Noch während seines Kommunikationsdesign-
studiums gründete er das Corporate Sound-Informationsportal www.audio-branding.de, eine in Fachkreisen bekannte Webseite zum Thema, und schrieb als Autor der Brand-Sound-Reihe für das Kommunikationsdesign-Magazin Novum. 2006 gründete er zusammen mit Michael Hoppe und Markus Reiner “Anemono Kommunikation“, eine auf multisensorisches Corporate/Brand-Design spezialisierten Agentur. Schwerpunkte sind die Entwicklungen akustischer bzw. visueller Kommunikationsstrategien und Designsysteme. Anemono betreut u.a. Danone, Symrise und Volkswagen. Rainer Hirt ist außerdem Autor und Mitherausgeber des Sammelwerkes “Audio-Branding. Entwicklung, Anwendung, Wirkung akustischer Identitäten in Werbung, Medien und Gesellschaft.” (München: Verlag Reinhard Fischer 2007) und betreut seit 2007 diverse Forschungsprojekte u.a. zu den Themen “Wirkungsmessung des akustischen Markenwerte-Transfers” (ESB Reutlingen) und “Klang und Geschmack” (Uni Flensburg). In diesem Jahr gründete er „ICAB // International Community for Audio-Branding“ (audiobranding.ning.com), ein Forum für den internationalen Experten-Austausch zum Thema, und wurde erstmals als Designexperte in die Jury des international renommierten red dot design award einberufen.
